Teilprojekt D1 - Entwicklungspartnerschaften in Räumen begrenzter Staatlichkeit: Impact, Erfolgsbedingungen und Meta-Governance

(Angenommene mögliche) Wirkungskette
Bisherige Entwicklung des Teilprojekts und Ergebnisse

Leitung:

Mitarbeiter/innen:

Projektlaufzeit:

01.01.2006 — 31.12.2017

Das Teilprojekt untersucht die Erfolgsbedingungen von transnationalen Partnerschaften für nachhaltige Entwicklung in Räumen begrenzter Staatlichkeit. In der dritten Förderperiode werden Akteursperspektiven erstens auf den Impact von Partnerschaften untersucht und zweitens darauf aufbauend analysiert, ob die Erfahrungen und Einschätzungen der Akteure Konsequenzen für die zukünftige Meta-Governance von Partnerschaften haben.

Die Ergebnisse der ersten beiden Förderperioden zeigen, dass es vielen Partnerschaften schwer fällt, Output und Outcome im Rahmen einzelner Projekte zu erzielen. Noch schwieriger ist es für sie, einen breitenwirksamen und langfristigen Beitrag zur Problemlösung (Impact) in Räumen begrenzter Staatlichkeit zu leisten. Für nachhaltige Governance jenseits punktueller Projekterfolge ist dies aber unabdingbar. Daher sollen erstens die Erfolgsbedingungen hierfür erforscht werden: In welchem Umfang und wie nachhaltig tragen Partnerschaften zu Governance in Räumen begrenzter Staatlichkeit bei, und was sind die Bedingungen hierfür? Dabei interessiert uns vor allem die Sicht beteiligter und betroffener Akteure auf den langfristigen Impact von Partnerschaften. In der dritten Förderperiode arbeiten wird daher mit Befragungen von beteiligten und betroffenen lokalen, nationalen sowie trans- und internationalen Akteuren.

Zweitens fokussiert das Projekt auf die Konsequenzen, die sich für die beteiligten Akteure nach mehr als zehn Jahren Erfahrung mit Partnerschaften und aufgrund ggf. veränderter Einschätzungen zu Wirkung und Erfolgsbedingungen in Räumen begrenzter Staatlichkeit ergeben. Besonders interessiert hier die Frage, ob sich Akteure für mehr Meta-Governance einsetzen, also für eine verstärkte Setzung eines Rahmens und von Regeln für Partnerschaftsaktivitäten.

Ein Schwerpunkt des Projektes liegt auf der Rolle der Vereinten Nationen. Bislang findet dort eine gezielte Steuerung von Partnerschaften kaum statt. Die Abteilung für wirtschaftliche und soziale Angelegenheiten der UN (UNDESA) hat Ende 2015 eine Online-Plattform mit einer integrierten Datenbank (Partnerships for SDGs‘) gestartet, die beteiligte und interessierte Akteure über Partnerschaften und andere Initiativen zur Erreichung der Ziele nachhaltiger Entwicklung (SDGs) informieren soll. Auch das ECOSOC Partnership Forum soll 2016 diskutieren, wie die Transparenz und Rechenschaftspflicht von Partnerschaften mit UN-Beteiligung verbessert werden soll. Dies greift das Mandat des neuen Hochrangigen Politischen Forums zu Nachhaltiger Entwicklung (HLPF) auf, welches für den zukünftigen HLPF-Review eine „platform for partnerships“ vorsieht. Inwiefern damit tatsächlich neue Meta-Governance für Partnerschaften und deren Aktivitäten in Räumen begrenzter Staatlichkeit geschaffen wird, wollen wir erforschen, ebenso welche Bewertungskriterien und Erfolgsbedingungen diese berühren.

 

 

Weitere Informationen können Sie hier herunterladen:

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