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Sybille De La Rosa

Freie Universität Berlin

Sonderforschungsbereich 700

Adresse: Binger Straße 40
14197 Berlin
Telefon: +49-30-838 58535
Fax: +49-30-838 58540
E-Mail: srosa@zedat.fu-berlin.de

 

Publikationen

 

Vorträge

August 2008 Appropriation Processes between Center and Periphery. EASA workshop “Creolizing anthropology: connectivity, diversity, and reflexivity in a globalizing world”, Ljubljana.
Juni 2008 The Emergence of Intermediate Horizons. 8th International Conference on Diversity in Organisations, Communities and Nations, Montreal.
Mai 2008 Appropriation or Approximation. Two Forms of Intercultural Communication. Conference on Philosophy and the Social Sciences, Prag.
Februar 2008 Brücken der Verständigung. Cultural Universals and Particulars, Forum Scientarium, Tübingen.
September 2007 Menschenrechte und interkulturelle Kommunikation. The Diversity of Human Rights, Inter University Centre, Dubrovnik.

 

Lehre

Otto-Suhr-Institut Freie Universität Berlin:

TU Darmstadt

 

Abstract zur Dissertation

Kreative Neubestimmung oder Vereinnahmung. Die Aneignung von Begriffen

Die Arbeit verfolgt das Ziel anhand des Aneignungsbegriffs, dessen Verwendung von Herder über Hegel bis in die Schriften zur Hermeneutik und der Postcolonial Studies hinein reicht, verschiedene Modi der sprachlichen interkulturellen Kommunikation analytisch zu bestimmen und einen normativen Maßstab zu deren Bewertung zu erarbeiten. Während die Differenzierung des Aneignungsbegriffs in einerseits passive und aktive und andererseits monologische und dialogische Aneignungsprozesse eine differenzierte Beschreibung sprachlicher Phänomene ermöglichen soll, wird der normative Maßstab aus dem Begriff der Entfremdung gewonnen. Bezogen auf interkulturelle Sprechakte wird argumentiert, dass etwa die durch internationale Institutionen erzwungene Übernahme von Semantiken wie Demokratie, Menschenrechte oder Rechtsstaat in die Verfassung oder die Rechtsinstitutionen von zerfallenen Staaten zu Entfremdungserfahrungen bei der Bevölkerung dieser Staaten führen können. Es wird daher argumentiert, dass es eines aktiven Aneignungsprozesses der Semantiken durch die Bevölkerung bedarf. Dieser geht mit einer kreativen Vermischung lokaler und westlicher Semantiken einher, welche nicht beschnitten werden sollte, sondern zugelassen werden muss, weil Begriffe wie etwa die der Demokratie und der Menschenrechte nur über Prozesse der aktiven Aneignung (und damit auch ihrer Vermischung mit anderen Begriffen und Weltbeschreibungen) dort, wo sie neu sind, Bedeutung erhalten.

September 2008

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Stand 30.06.2010

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