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C6 - Security Governance Transfers

Forschungsregion C6
Forschungsregion C6

Exporting the State Monopoly on Violence: Security Governance Transfers to Areas of Limited Statehood

In vielen Räumen begrenzter Staatlichkeit bieten Staaten ihrer Bevölkerung weder ausreichende Sicherheit noch Schutz vor Bedrohungen. Durch umfassende internationale Hilfsmaßnahmen sollen in einigen dieser Fälle effektive und legitime Sicherheitsordnungen hergestellt werden. Beispiele sind die laufenden Reformen in Liberia nach dem Ende eines 14jährigen Bürgerkriegs im Jahr 2003, in Timor-Leste nach dem Unabhängigkeitsreferendum im Jahr 1999, und in den Palästinensischen Gebieten im Rahmen des Friedensprozesses. Das Teilprojekt C6 erforscht die Rolle internationaler Akteure beim Aufbau staatlicher Sicherheitsordnungen in Räumen begrenzter Staatlichkeit und fragt nach den Konsequenzen dieser Maßnahmen. Untersuchungsgegenstand sind die Aktivitäten zentraler Akteure, z.B. der Vereinten Nationen, der Europäischen Union und weiterer Geberländer in internationalen Missionen im Bereich Staatsaufbau und Sicherheits-Sektor-Reform. Das Teilprojekt bearbeitet folgende Fragen: Gibt es zentrale Faktoren, die die unterschiedlichen Folgen internationaler Sicherheitshilfen erklären können? Warum scheitern diese Reformen so oft oder führen zu lückenhaften und inkohärenten Ergebnissen? Wie interagieren so geschaffene Sicherheitsinstitutionen mit lokalen Sicherheitsordnungen?

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Stand 19.06.2013

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