Teilprojekt B10 - Rechtssicherheit und Ordnung als gemeinschaftliche Aufgabe weltlicher und kirchlicher Institutionen (8. bis 11. Jh)

Das Schwören eines Eides auf Reliquien im Sachsenspiegel, Heidelberger Bilderhandschrift (13. Jh.)
Das Schwören eines Eides auf Reliquien im Sachsenspiegel, Heidelberger Bilderhandschrift (13. Jh.)

Leitung:

Mitarbeiter/innen:

Projektlaufzeit:

01.01.2010 — 31.12.2017

Das Teilprojekt untersucht die Rolle der christlichen Kirche des früheren Mittelalters als Governance-Akteur bei der Herstellung von Rechtssicherheit und Ordnung. Es fragt danach, ob sich die im Frühmittelalter zu beobachtende enge Verquickung kirchlicher und weltlicher Mechanismen der Begründung und Sanktionierung von Normen als Versuch verstehen lässt, in Räumen begrenzter bzw. nachlassender Staatlichkeit gefährdete Normenbestände metaphysisch abzusichern und neu zu legitimieren. Untersucht werden (1) seitens der Kirche bereitgestellte Legitimitätsressourcen der doppelten Selbstbindung (Taufe und Versprechenseid), (2) die duale kirchliche und weltliche Sanktionierung von Vergehen und deren Neubewertung (etwa als „Sünde“) in der Karolingerzeit sowie (3) die in den Gottesfrieden seit ca. 1000 auf der Basis von Taufe und wechselseitigem Eid sowie doppelter Sanktionierung erfolgende Neubegründung gesellschaftlicher Ordnung. 

 

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