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Dr. des. Anke Draude
SFB 700 - Governance in Räumen begrenzter Staatlichkeit
Wissenschaftliche Mitarbeiterin
| Adresse: |
Binger Str. 40
14197 Berlin |
| Telefon: | +49 (0)30 838 58503 |
| Fax: | +49 (0)30 838 58540 |
| E-Mail: | anke.draude@fu-berlin.de |
Forschungsinteressen
Theorie des Regierens in Räumen begrenzter Staatlichkeit; Governance-Konfigurationen oder politische Ordnungsmuster an weltgesellschaftlichen Peripherien
Soziologische Modernisierungstheorie; Theorie der Weltgesellschaft
Kulturtheorie; Postkolonialismusstudien; Verflechtung, Transfer, Übersetzung und Aneignung; politische Räume und Zwischenräume
Politische Soziologie und Anthropologie; lokale und transnationale Herrschaftspraktiken in Subsahara-Afrika
Zur Person
Anke Draude studierte Kultur- und Wirtschaftswissenschaften an der Europa-Universität Viadrina in Frankfurt(Oder). Seit März 2006 ist sie Wissenschaftliche Mitarbeiterin am SFB 700 der Freien Universität Berlin. Ihre Aufgaben im Teilprojekt A1 umfassen u.a. die Entwicklung transdisziplinärer Brückenkonzepte für die politik-, geschichts- und rechtswissenschaftliche Beschäftigung mit Governance-Transfers sowie die Identifizierung typischer Übersetzungspraktiken und Aneignungsformen im Governance-Prozess. Dabei werden insbesondere auch die Machtverhältnisse im kulturellen Zwischenraum in den Blick genommen.
Im Juli 2011 verteidigte Anke Draude erfolgreich ihre Dissertation „Die Vielfalt des Regierens. Eine Governance-Konzeption jenseits des Eurozentrismus“ am Fachbereich Politik- und Sozialwissenschaften der Freien Universität Berlin. Darin entwickelt sie ein funktionalistisches Konzept des Regierens, welches die Staatszentriertheit und modernisierungstheoretischen Denkmuster herkömmlicher Theorieangebote überwindet, um die gesamte Bandbreite der Bereitstellung kollektiver Güter in Räumen begrenzter Staatlichkeit in systematischer Form empirisch zugänglich zu machen.
Veröffentlichungen
Governance in der postkolonialen Kritik. Die Herausforderung lokaler Vielfalt jenseits der westlichen Welt, SFB-Governance Working Paper Series, Nr. 24, Berlin, 2010 (zusammen mit Sonja Neuweiler).
Governance und Raum. Theoretisch-konzeptionelle Überlegungen zur Verräumlichung von Governance, SFB-Governance Working Paper Series, Nr. 13, Berlin, 2008 (zusammen mit Gudrun Benecke und Zeljko Branovic).
Wer regiert wie? Eurozentrismus in der Governance-Forschung und der Versuch einer methodischen Grenzüberschreitung, in: De la Rosa, Sybille/Höppner, Ulrike/Kötter, Matthias (Hrsg.): Transdisziplinäre Governanceforschung. Gemeinsam hinter den Staat blicken, Baden-Baden, Nomos, 2008.
Der blinde Fleck der Entwicklungstheorie: Von der Unüberwindbarkeit der Modernisierungstheorie im Korruptionsdiskurs, Berlin, Lit, 2007.
Wer regiert wie? Für eine äquivalenzfunktionalistische Beobachtung von Governance in Räumen begrenzter Staatlichkeit, SFB-Governance Working Paper Series, Nr. 2, Berlin, 2007.

