Partizipation und prozedurale Fairness

Die Beteiligung der Betroffenen an politischen Entscheidungen ist eine wichtige Quelle von Legitimität und ein Beitrag zur Verfahrens-Legitimität (Input- und Throughput-Legitimität). Damit der Beteiligungsmechanismus funktioniert, müssen die Betroffenen handlungsfähig sein (was wiederum soziales Vertrauen voraussetzt; siehe oben). In Räumen begrenzter Staatlichkeit gibt es neben Abstimmung und Wahlen vor allem örtlich variierende Formen der Beteiligung, etwa die konsensuale Beratung oder die ad hoc- und themenbezogene Bestimmung von Repräsentanten gegenüber Gemeinschaftsfremden. Die Perspektive der historischen Teilprojekte des SFB 700 zeigt zudem, wie wichtig es ist, unterschiedliche Legitimitätsvorstellungen zu reflektieren, um eine Governance-Konstellation an jeweils angemessenen Beteiligungs- und Verfahrenskriterien zu beurteilen.