Zentralamerika zwischen den Fronten. Die Region wird zum Schauplatz der internationalen Drogenökonomie

Cover: SWP-Aktuell

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Günther Maihold, Daniel Brombacher – 2009

Kolumbien hat die Macht der Drogenkartelle im vergangenen Jahrzehnt weitgehend zerschlagen, Mexiko führt gegenwärtig einen blutigen Kampf gegen seine nationale Drogenmafia. Die sieben Kleinstaaten Zentralamerikas hingegen, geographisch zwischen Kolumbien und Mexiko angesiedelt, leiden unter schwachen Institutionen. Schon heute zeichnet sich ab, dass die Drogenkartelle aus Südamerika und Mexiko ihre Aktivitäten in diese Region verlagern. Sie treffen hier auf Post-Konflikt-Gesellschaften, deren Sicherheitsorgane weniger professionell ausgestattet sind und deren staatliche Strukturen ein leichtes Opfer für kriminelle Unterwanderung darstellen. Das organisierte Verbrechen nimmt Zentralamerika damit auf doppelte Weise ins Visier - aus Richtung der drogenproduzierenden Länder im Süden und von den drogenkonsumierenden im Norden aus. Will die internationale Gemeinschaft nicht riskieren, dass sich die Lage in Zentralamerika durch die Aktivitäten der Kartelle krisenhaft zuspitzt, muss sie sich jetzt engagieren und den dortigen Sicherheitssektor nachhaltig stärken.

Titel
Zentralamerika zwischen den Fronten. Die Region wird zum Schauplatz der internationalen Drogenökonomie
Verfasser
Günther Maihold, Daniel Brombacher
Verlag
Stiftung Wissenschaft und Politik
Ort
Berlin
Schlagwörter
Fragile Staatlichkeit, Staat, Zentralamerika, Sicherheit, Teilprojekt C3
Datum
2009-08
Kennung
ISSN 1611-6364
Erschienen in
SWP Aktuell, No. 44.
Art
Text