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Projektbeschreibung
Das Teilprojekt untersucht den Governance-Export regionaler Organisationen in Räume begrenzter Staatlichkeit. Dazu vergleichen wir Ziele, Ansätze und Instrumente verschiedener regionaler Organisationen hinsichtlich des Auf- bzw. Umbaus legitimer Governance-Institu¬tionen in Zielländern. Lässt sich ein globales Governance-Mainstreaming beobachten, oder dominieren regionale und lokale Pfadabhängigkeiten? Schließlich wollen wir Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen und innerhalb von regionalen Organisationen identifizieren und erste Einblicke in die Effektivität und Legitimität des Governance-Exports gewinnen.
„Governance with/out government“ wird häufig als funktionales Äquivalent zu staatlichem Regieren gehandelt. Inwiefern nicht-hierarchische Formen des Regierens Staatsversagen kompensieren können, scheint jedoch von einer wesentlichen Prämisse abzuhängen. Regierungen müssen stark genug sein, um Kooperationsanreize für nicht-staatliche Akteure zu erzeugen und gleichzeitig nicht die Gefahr des „state capture“ zu fürchten. Wenn dies zutrifft, ergibt sich daraus ein ernsthaftes Governance Dilemma für Räume begrenzter Staatlichkeit. Je größer die Nachfrage nach „governance with/out government“ desto weniger wahrscheinlich ist es, dass nicht-hierarchische Formen des Regierens sich herausbilden und effektiv sind, gerade weil staatliches Regieren schwach ist. Das Papier untersucht, inwiefern staatliches Regieren und Staatlichkeit notwendige Bedingungen für die Effektivität von „governance with/out government“ sind. Welche Möglichkeiten gibt es außer dem durch intakte Staatlichkeit erzeugten Schatten der Hierarchie, um nicht-staatliche Akteure zu veranlassen, sich an der Bereitstellung von Governance-Leistungen zu beteiligen?

